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Reizdarm ist ein sehr belastendes Krankheitsbild, das bisher nicht
ursächlich behandelt werden kann. Die Therapie orientiert sich an der Behandlung der
Symptome. Dabei haben pflanzliche Arzneimittel einen hohen Stellenwert. |
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Durch Ausscheidungen der Stämme und Zweige verschiedener
Myrrhebaum-Arten entstehen tropfenförmige, an der Luft getrocknete
Gummiharze. Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Myrrhe-Harze sind ätherische
Öle, Harz, Gerbstoffe und Bitterstoffe. Im Harz wurden außerdem
Triterpensäuren gefunden, die einen stark entzündungshemmenden Effekt haben.
Die medizinischen Wirkungen sind:
- adstringierend = zusammenziehend. Durch
die Anwendung von Myrrhe ziehen sich die äußeren Schleimhautschichten
zusammen. Das wirkt wie ein Schutzfilm.
- desinfizierend
- fördert die Gewebeneubildung, z. B.
Narbenbildung bei Wunden
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Möglichkeiten der Anwendung
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Myrrhe ist ein sehr altes Heilmittel. Es wurde schon in der
Antike verwendet. In der Kräutermedizin des Mittelalters finden sich erste
belegte Anwendungen für Magen-Darm-Erkrankungen. In der alternativen Medizin
wird Myrrhe angewandt bei Rheuma,
Arthritis,
Bronchitis und
entzündlichen Darmerkrankungen. |
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Nebenwirkungen, Kontraindikationen und Wechselwirkungen mit
anderen Medikamenten sind nicht bekannt. |
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In Deutschland sind Dragees zugelassen, die neben
Myrrhenharz zum Beispiel die absorbierende
Kaffeekohle und die krampflösende
Kamille enthalten. Sie können bei Reizdarm,
chronisch entzündlichen Darmerkrankungen,
Durchfallerkrankungen und
Pilzinfektionen des Darms
angewandt werden. |
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